„Blind Date“ mit Politiker*innen

... nun tappen wir nicht mehr im Dunkeln!

Wie wird Inklusion gelebt? Gibt es ausreichend Möglichkeiten auf kommunaler und europäischer Ebene um z.B. sehbehinderten und blinden Menschen zu ermöglichen ein ihrer Würde entsprechendes Leben zu führen?

Dies beginnt schon beim Straßenbau und Markierungen auf dem Fußboden, über den Grad des Ausbaus der öffentlichen Verkehrsmittel bis hin zu (z.B. finanziellen) Fördermöglichkeiten für Projekte, die mehr Aufmerksamkeit auf Themen wie Inklusion und ein Leben mit Beeinträchtigung lenken. Diese Projekte und Anliegen überschreiten nicht nur persönliche sondern auch nationale Grenzen.

Mit diesen und vielen anderen spannenden, politischen Fragen befasste sich das Projekt „Blind Date“, welches am 07.05.19 und 08.05.19 zu den Regional- Kommunal- und Europawahlen 2019 stattfand.

An beiden Veranstaltungstagen gab es einen Sensibilisierungsparcours des Vereins Aus:sicht e.V. zum Thema Sehbehinderung und Blindheit. Anschließend folgte eine Diskussion zwischen Jugend und Politik in absoluter Dunkelheit.

Am ersten Abend, mit dem thematischen Fokus auf den Europawahlen, wurden grundliegende Themen wie Friedenspolitik, Umweltschutz oder Sozialpolitik mit Anna Deparnay-Grunenberg (Bündnis 90/Die Grünen), Roland Fink (FDP), Theresia Lanig (CDU), Bernd Barutta (Freie Wähler) und Lucy Schanbacher (SPD) diskutiert.

Am zweiten Vormittag war eine zehnte Klasse des Johannes-Kepler-Gymnasiums zu Besuch und diskutierten mit Luigi Pantisano (SÖS), Christoph Ozasek (Die Linke), Jasmin Meergans (SPD), Jitka Sklenarova (Bündnis 90/ Die Grünen), Valentin Gashi (Demokratie in Bewegung), Maximilian Mörseburg (CDU), Michael Schrade (Freie Wähler) und Deborah Köngeter (Die STAdTISTEN) zu kommunalpolitischen Themen wie Mobilität (ÖPNV und Verkehr), Umweltschutz, Sicherheit und Bildung.

Es war alles in allem eine sehr bereichernde und spannende Veranstaltung, da Bekanntes und persönliche Grenzen ausgetestet und neu erfahren wurden, Politik einmal auf das gesprochene reduziert und der Fokus auf das Zuhören gelegt wurde, was ein essenzieller Baustein für einen gelingenden politischen Diskurs ist um zu einer Konsensfindung zu kommen.

Wir danken Aus:sicht e.V., den Jungen Europäern e.V. (JEF), dem Kulturzentrum Merlin und dem Johannes-Kepler-Gymnasium herzlich für die gute Zusammenarbeit.