Gedenkstätten – kulturelle Lernorte für muslimische Jugendverbände

Weitere Gedenkstättenbesuche im 2. Halbjahr 2017 geplant

Die Vermittlungsarbeit an Gedenkstätten spielt in der außerschulischen historisch-politischen Bildung eine zentrale Rolle. Im Mittelpunkt steht dabei die Aufarbeitung historischer sowie aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen. Es geht aber auch um die gesellschaftliche und politische Teilhabe von (jungen) Menschen, um die Gestaltung ihrer Zukunft und ihrer Vorstellungen von einem guten Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Gedenkstätten bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte um aktuelle gesellschaftspolitische Fragen wie die der Flüchtlings- und Migrationsproblematik zu thematisieren.

Mit unserem Projekt wünschen wir uns, dass muslimische Jugendgruppen, mit ihrem eigenen biografischen Hintergrund, einen Bezug zur Gegenwart schaffen und so die Gedenkstätten als Lernort für sich „neu“ entdecken.

Im Herbst 2016 fand ein erster Gedenkstättenbesuch statt. Junge Erwachsene aus der Albanischen Gemeinde Stuttgart, dem SJR Mitgliedsverein „Dialog Forum“ und Studierende der Universität Tübingen (Zentrum für Islamische Theologie) folgten der Einladung der Alten Synagoge Hechingen.

Benecdict von Bremen (pädagogischer Mitarbeiter) stellte die Alte Synagoge Hechingen näher vor und gab Auskunft über das jüdische Leben in Hechingen. Im Anschluss wurde der alte jüdische Friedhof besucht.

Neben der Möglichkeit erstmalig eine Synagoge von innen zu erleben, zeigten sich die Teilnehmenden über die Vielfalt im Judentum überrascht, auch wurden parallelen zu ihren eignen muslimischen Bräuchen festgestellt.

Aufgrund der positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden wird es im 2. Halbjahr 2017 weitere Gedenkstättenbesuch geben.

Nähere Informationen über diesen Besuch, gibt es bei Jörg Sander.

Dieses Projekt wird aus Mitteln der Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung Baden-Württemberg im Rahmen des Förderprogramms „Lokal vernetzt – demokratisch handeln“ finanziert.